Forschungsdaten-Management Brandenburg (FDM-BB)

Über das Projekt

Forschungsprozesse zu digitalisieren und Daten aus öffentlich geförderter Forschung menschen- und maschinenlesbar zugänglich zu machen, stellt die Wissenschaft vor große Herausforderungen. Brandenburg möchte die wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes, insbesondere die Hochschulen, dabei mit einer Forschungsdatenstrategie unterstützen. Daran arbeiten die Universitätsbibliothek der Universität Potsdam und der Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam gemeinsam in dem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) geförderten Projekt „Forschungsdatenmanagement in Brandenburg: Technologien, Kompetenzen, Rahmenbedingungen (FDM-BB)“.

 

In dem Projekt FDM-BB führten die Universität Potsdam und die Fachhochschule Potsdam eine Analyse des wissenschaftspolitischen Umfeldes durch und erhoben die Anforderungen der brandenburgischen Einrichtungen. Aus deren Auswertung sollen Handlungsempfehlungen für das Land Brandenburg abgeleitet werden. Das Projekt dient darüber hinaus dazu, die brandenburgischen Einrichtungen zum Thema Forschungsdatenmanagement stärker zu vernetzen.

Auftaktworkshop

Am 21. Februar 2020 fand der ganztägige Auftaktworkshop des MWFK-geförderten Projekts „Forschungsdatenmanagement in Brandenburg: Technologien, Kompetenzen, Rahmenbedingungen“ (FDM-BB) statt, an dem ca. 45 Personen teilnahmen. Zum Start des Workshops stellten zwei Referent*innen die bereits laufenden Bundeslandinitiativen zum Forschungsdatenmanagement (FDM) in Hessen und Thüringen vor. Zudem brachten die Referent*innen weitere Informationen  und  Erfahrungen  aus  den  beiden  Initiativen  in  die  anschließenden Diskussionen ein.

Generell haben beide Referent*innen betont, dass eine einrichtungsübergreifende Kooperation den Zugriff auf eine breitere FDM-Expertise ermöglicht, als dass dies an den einzelnen Einrichtungen möglich wäre. Neu geschaffene  Stellen  schaffen  Kapazitäten,  was  sich  positiv  auf  die  Arbeitsweise  und  Kooperationsfähigkeit  auswirkt. In Hessen hat sich herausgestellt, dass die Kooperation die Einführung neuer IT-basierter Dienste erleichtert bzw. durch Hosting-Lösungen für kleinere Einrichtungen erst ermöglichen kann. Die Landesinitiativen schaffen auch einen qualifizierten fachlichen Ansprechpartner für das Thema FDM für den Unterhaltsträger. Im Folgenden werden die Aspekte, die es aus Sicht beider Referent*innen bei dem Aufbau einer Landesinitiative zu beachten gilt, gelistet:

Die Ergebnisse der Break-out-Sessions sowie Diskussionen im Plenum, auch im Vergleich zu den beiden anderen Landesinitiativen FDM Hessen und Thüringen, lassen sich wie  folgt  zusammenfassen:

Ziele ab 2021

Im Folgeprojekt stehen vier Ziele auf der Agenda

01

Die Befähigung der Hochschulen zur Ermittlung des spezifischen Bedarfs ihrer Forscher*innen als Voraussetzung für die kontextspezifische Weiterentwicklung von Institutionalisierungsprozessen

02

Die Qualifizierung von FDM-Expert*innen und Forschenden an allen Hochschulen in Brandenburg

03

Unterstützung der Umsetzung der Ergebnisse der vorherigen Projektlaufzeit (Handlungs- und Implementierungsempfehlungen) an den Hochschulen

04

Strukturierung und Flankierung der weiteren Vernetzung der FDM-Expert*innen der Einrichtungen.